Seit neuestem finden Sie bei uns die CD "Meinem Kinde-Wiegenlieder aus aller Welt", eine Zusammenarbeit der Künstler Antonia Bourvé, Maria Rebekka Stöhr und Nadine Schuster. Letztere stand uns für ein paar kurze Fragen Rede und Antwort.

 

Was bedeutet für Sie Musik? Was möchten Sie mit Ihrer Musik zum Ausdruck bringen?

Seit ich denken kann, ist Musik Teil meines Lebens. Mit neun Jahren stand ich das erste Mal auf der Bühne, damals in kindlicher Unbefangenheit. Heute mit dem Bewusstsein, welch großes Geschenk es ist, mit Musik Menschen zu bewegen.

Auf welchen Musikstil dürfen sich werdende oder junge Mütter freuen?

„Meinem Kinde“ ist eine Sammlung klassischer Volks- und Kunstlieder für Sopran, Mezzosopran und Klavier- das klingt auf den ersten Blick erst mal gar nicht so kinderzimmertauglich…

Antonia Bourvé, Maria Rebekka Stöhr und ich sprechen mit dieser CD sowohl die kleinsten, als auch die erwachsenen Zuhörer an. Unser Wunsch war es, Lieder unterschiedlicher Epochen, Länder und Sprachen aufnehmen, in denen, egal, ob man die Sprache beherrscht oder nicht, immer wieder deutlich wird, um was und um wen es geht: um die Liebe zum Kind. Und es ist keinesfalls so, dass die Lieder nur beim Einschlafen gehört werden können…kürzlich bekam ich Post von einer Familie, deren Wiegenlieder- CD morgens beim Frühstück läuft…

In den letzten Jahren spielten Sie unter anderem für Hilfs- und Friedensprojekte. Was inspiriert Sie bei Ihrer Musik?

Das Leben an sich! Alle schönen, traurigen, glücklichen, neuen und berührenden Erlebnisse und Erinnerungen machen die Musik lebendig!

"Kindern den Spaß an klassischer Musik auf spielerische und ganzheitliche Weise vermitteln" – ein zukunftsorientiertes Zitat Ihrerseits. Was kann man sich darunter vorstellen?

Mir macht es große Freude, Kinder für Klassik zu begeistern und sie neugierig zu machen auf all die Schätze, die es in dieser Art von Musik zu entdecken gibt. Vor drei Jahren habe ich das Projekt „Da wirst Du aber Ohren machen“ gegründet, das Vorschulkindern, oft aus problematischen Stadtteilen, die Möglichkeit gibt, sich spielerisch an klassische Musik heranzutasten. Es geht um Komponisten, Instrumente und geschichtliche Hintergründe, vor allem aber um die Erfahrung der Musik mit allen Sinnen. Mittlerweile habe ich das Projekt um Kinder- und Familienkonzertprogramme erweitert, die ich zusammen mit der Erzählkünstlerin Alexandra Eyrich zu verschiedenen Themen konzipiere und deutschlandweit aufführe. In diesen Programmen werden Musik und Erzählkunst szenisch miteinander verbunden und so können Kindern die Welt der Klassik und der Erzählkunst auf emotionale Weise entdecken.

Wie kam es, dass Sie sich der Wiegenlieder angenommen haben? Was waren Ihre Beweggründe eine CD speziell mit Wiegenliedern zu machen?

Wiegenlieder werden auf der ganzen Welt gesungen und es ist meist die erste Begegnung mit Musik, die Babies und Kinder überhaupt haben, wenn sie in den Schlaf gesungen werden. Eine Aufnahme zu machen und somit Musik aus aller Welt in die Kinderzimmer zu bringen hat mich fasziniert, zumal die klassische Musik im Alltag oft gar keinen Platz mehr findet. Antonia Bourvé, Maria Rebekka Stöhr und ich sind nicht nur Musikerinnen aus Leidenschaft, sondern auch begeisterte junge Mütter- da liegt eine solche Aufnahme ganz nah!