Eine besinnliche Zeit beginnt – besinnlicher oft als die Weihnachtszeit, in der man durch die vielseitigen Vorbereitungen für ein perfektes Fest mit ruhigen Momenten nicht allzu viel am Hut hat. Die Blätter an den Bäumen färben sich braun, gelb, orange und werden zu Laub - hindurch zu rascheln ist Glück. Die Luft ist frischer. Man findet Kastanien. Zuhause ist es schöner, weil es draußen ungemütlicher ist. Die Sinne für würzige und wärmende Aromen erwachen. Die Winterklamotten finden Beachtung. Die Vorfreude auf Weihnachten setzt ein, aber auch die auf den nächsten Sommer. Unsere Weihnachtsrubrik ist online. Wenn es abends früher dunkel wird, leuchten die Kerzen länger und verbreiten seligen Zauber. Kaminfeuer brennen wieder und bescheren Hüttenzauber. Wenn jemand etwas zu verstecken hat, gelingt dies im Herbst vorzüglich: Unter Mützen, hinter Schals, unter dicken Jacken und groben Schuhen. Das Licht scheint poetischer. Der Drang, nach draußen zu müssen, erlahmt – endlich ist Gelegenheit, Schränke auszumisten. In den Läden gibt es neue Teesorten. Äpfel, Birnen, Pflaumen und Beeren sind reif. Zwiebelkuchen steht auf der Speisekarte und neuer süßer Wein. Käsefondue schmeckt wieder. Scheint die Sonne nicht, ist man nicht enttäuscht: Man rechnet eh nicht damit. Die Uhren ticken nach Winterzeit – man erhält die Stunde zurück. Die Pflanzen auf dem Balkon und im Garten müssen nicht mehr gegossen werden. Man hat das gute Gefühl, einfach mehr Zeit und Ruhe zu haben. Warum ist der Herbst für Sie schön? Posten Sie in unserem Tagebuch!
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