Jedes Adverb steht für eine nähere Beschreibung. Mit dem Erlernen der Sprache lernen wir auch den Sinn der meisten Adverbien gut kennen. Viele haben eine, viele aber auch mehrere Bedeutungen. Und manchmal erkennen wir den Sinn eines Wortes auch ohne lange und breite Erklärungen. So ist es vermutlich mit dem Wort „Warm“: „Warm“ bezieht sich doch allzu häufig auf die Temperatur. Die Heizung ist warm, der Sommer ist warm oder die Hand ist warm. Warm bezeichnet allerdings auch ein Gefühl, einen Zustand, der angenehm ist, in dem man sich wohlfühlt – es wird einem sozusagen warm ums Herz. Es gibt Augenblicke, da erschließt sich einem plötzlich die Welt und man spricht das aus, was man fühlt. So passiert es Kindern, wenn sie Gefühle mit Farben ausdrücken oder eine Stimmung mit einem Adverb, das normalerweise einen physischen Zustand benennt. So geschah es gestern in unserer Wohnküche als ich Pfannkuchen briet, sie mit kleinen Scherzen auf die Teller der vier Kinder fliegen lies, die ich betreute und ein kleines Mädchen plötzlich sagte: „In Eurer Küche fühl ich mich immer so warm!“ – da wurde auch mir warm.
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