Vor ein paar Tagen bekam ich eine Broschüre vom Sozialreferat der Stadt München mit dem Titel „Kinder schauen, hören, fühlen“ zugeschickt. Darin stehen allerlei Tipps zum richtigen Umgang mit der Flimmerkiste. Später stoße ich im Internet auf die Nachricht, dass Fernsehen für Kinder nicht wichtig ist. Also stelle ich mir die Frage, ob Fernsehen dann vielleicht für Eltern wichtig ist – immerhin garantiert das bunt bewegte Unterhaltungsprogramm ruhige Minuten und Stunden für Mütter und Väter. Doch zurück zur Behauptung, Fernsehen sei für Kinder nicht wichtig. Zu diesem Schluss gelangt die DAK (Deutsche Angestellten Kasse). Bei einer Befragung des forsa Institutes im Auftrag des DAK Gesundheitsbarometers gaben 70% der Eltern an, dass ihre Kinder die Freizeit am liebsten mit Freunden verbringen, an zweiter Stelle stand der Sport, an dritter der Computer und erst an sechster Stelle nannten die Eltern Fernsehen als Beschäftigung. Befragt wurden insgesamt 1002 Eltern mit Kindern bis zu 18 Jahren.
Fraglich ist, woher dann die 1,5 bis 2,5 Stunden kommen, die Kinder angeblich im Durchschnitt täglich fernsehen. Wahrscheinlich ist es so wie die Eltern sagen: Kinder wollen eigentlich gar nicht fernsehen. Sie werden erst von Erwachsenen dorthin gelenkt und anschließend wird man sie nicht mehr los, die Geister, die man rief.
Die Auftraggeber der Studie konstatierten übrigens auch, dass die Zahl der Kinder mit motorischen Schwächen in den letzten 10 Jahren stark zugenommen hat. Eine der Ursachen dafür ist unzureichende Bewegung – und das obwohl nach Angaben der Eltern, Kinder am liebsten mit ihren Freunden spielen und toben.
cos

(Quelle: www.familie.de)