…scheint eines der letzten großen Abenteuer dieser Welt zu sein. Zumindest bekommt man selten soviel Input in kurzer Zeit auf einmal. Vorausgesetzt man ist aufmerksam, nicht in ein Buch oder die Zeitung versunken und hat vor allem keinen Kopfhörer auf. Zugegeben - ich gehöre zu den Buchlesern und bekomme manchmal mein Umfeld nur am Rande mit; gegen die Kopfhörer wehre ich mich. Bewusst! In einer Zeit, wo wir mehr Kommunikationsmittel denn je haben, wird irrsinnigerweise immer weniger miteinander geredet. Eine Freundin hat es mal so formuliert: „Mich deprimieren diese Gesichter und die Stimmung in der U-Bahn am Morgen“. Umso dankbarer bin ich für die Kommentare der Münchner U-Bahnfahrer, die zwischen heiter, grantig, ermahnend und noch zahllosen anderen Varianten wechseln. Zu schade, dass ich Ihnen den bayerischen Dialekt nicht näher  bringen kann, gesprochen ist er viel charmanter als geschrieben. Gestern z.B. war mal wieder sehr viel los, vermutlich ist wieder eine U-Bahn ausgefallen und die Leute fielen regelrecht durch die offenen Türen in die Bahn hinein. Daraufhin der Fahrer: „Wer bittschön koa (kann) mir erklären, warum zwanzg erwochsene Leid (Leute) auf oimoal (einmal) versuchen durch oa (eine) Tür zu stürmen?“ - allgemeines Schmunzeln daraufhin. Danke, lieber U-Bahn-Fahrer, für die heitere Einstimmung am frühen Morgen! Beantworten können wir die Frage allerdings leider auch nicht....

P.S. Ganz aktuelle Schlagzeile von heute in einer Münchener Tageszeitung: "Zu deftiges Bairisch - Tramfahrer gefeuert...."

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