Einmal ganz abgesehen davon, dass man aufgrund der jüngsten Erkenntnisse zum Klimawandel seinen Fleischkonsum drastisch reduzieren bzw. vollständig einstellen sollte, ist es überaus empfehlenswert, den Mann das Fleisch kaufen zu lassen. Warum? Die Frage ist leicht beantwortet: Bei uns zu Hause gibt es beispielsweise oft die Diskussion, wer das schmackhaftere Brot kauft. Mir ist das egal, doch er besteht darauf, dass er besser Brot kaufen kann. Und letztlich gebe ich zu, dass „sein“ Brot meist auch knuspriger schmeckt. Als ich mich neulich mit einer befreundeten Mutter unterhielt, bei der mein Töchterchen zu Abend gegessen hatte, erzählte sie mir froh, dass besonders viele Butterbrote verputzt wurden. Ruck zuck kreiste unser Gespräch um Brot. Dieses besonders leckere, hatte ausnahmsweise ihr Mann gekauft und ich war geneigt, in Sachen Brotkauf die weiße Fahne zu schwenken. Doch damit nicht genug, die Mutter erzählte mir daraufhin, dass ihr Mann noch dazu besser Fleisch einholte. Im Gegensatz zur Brotgeschichte, hatte sie darauf die passende Antwort: Kauft ein Mann das Fleisch, so wird er von den meisten Verkäufern als Kenner oder zumindest Hobbykoch entlarvt und sie trauen sich nun einmal nicht, einem solchen ungutes Fleisch anzudrehen, denn indirekt werden Männer für ihre Kochkünste mehr bewundert als Frauen; siehe Biolek, Lafer, Schubeck etc. - was wiederum an der längst überholten Rollenvorstellung liegt, der Frau sei das Kochen in die Wiege gelegt. Also lassen Sie das Fleisch in Zukunft ruhig den Mann besorgen und das Brot kann er bei der Gelegenheit auch gleich mitbringen.
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