Den Pädagogen in Dänemark wird es zu laut. Das Geschrei, Geplapper und Geklapper in Kindergärten ist für sie nur schwer auszuhalten. Aus diesem Grund gibt es dort für die Erzieher und Erzieherinnen in Kindertagesstätten die Möglichkeit, Kopfhörer aufzusetzen. Was sich auf den ersten Blick belustigend und aberwitzig anhört, hat durchaus medizinische Berechtigung. Denn es ist erwiesen, dass zuviel Lärm und speziell Geschrei chronische Hörschäden verursachen können. Der speziell für Kindergärten und Krippen entwickelte Hörschutz filtert bestimmte Lärmfrequenzen so heraus, dass beispielsweise hohe Töne, die beim Schreien oder Weinen entstehen unschädlich gemacht werden. Das Aufsetzen der Kopfhörer während der Arbeit führt dann angeblich zu weniger Gereiztheit und größerer Gelassenheit bei den Betreuern. In einigen Einrichtungen gibt es sogar Lautstärkemesser. Sobald der Lärmpegel zu hoch steigt, leuchtet ein Warnlicht. Die Kopfhörerlösung ist für die Pädagogen also grundsätzlich eine Erleichterung. Es bleibt allerdings die Frage, was mit den Kindern ist, denn sie sind dem Lärm ja ebenso ausgesetzt und bekommen keinen Gehörschutz. Angeblich sind sie allerdings auch ein wenig lärmunempfindlicher als Erwachsene. Dennoch, werden sich durch die Kopfhörer wohl alle noch lauter miteinander unterhalten und der Lärm wird, vor allem für die Schutzlosen, noch mächtiger. Ob Kopfhörer wohl die beste Lösung sind? Darüber sollte man in Dänemark noch einmal in aller Ruhe nachsinnen, finden wir. (Quelle: Tagesschau.de)

cos