Rabenmutter – ist die negative Bezeichnung für eine Mutter, die ihre Kinder vernachlässigt. Heutzutage wird der Begriff  äußerst inflationär eingesetzt. Bereits eine berufstätige Mutter, die sich in ihrer „freien“ Zeit durchaus sehr liebevoll um ihre Kinder kümmert, wird von Müttern, deren Ideal es wiederum ist, für die Kinder zu Hause zu bleiben, als Rabenmutter bezeichnet. Auch öffentliche Personen verwenden diese Redensart gern, um  ihre politischen Ziele durchzusetzen. Speziell für alle Mütter, die zu Unrecht als Rabenmutter bezeichnet werden, nur weil sie neben ihren Kindern noch andere Interessen haben, gibt es die Internetseite www.rabenmutter.ch. Zwei Mütter aus Zürich hatten die Idee dazu. Sie wollten nicht länger in die Ecke gedrückt werden, in der man nur noch Mama und nichts anderes mehr sein darf. Sie wollten sich weiter über Politik, Kultur und Geschichte austauschen und von der Gesellschaft nicht vergessen werden. Nathalie Sassine und Lea Ullmann-Schneider beschreiben auf ihrer Website den Alltag von Müttern und die Sorgen moderner Frauen. In den Rubriken „My Life“, „My Style“, „My Kids“ schreiben sie über relevante Inhalte im Leben einer Mutter. Sie greifen aktuelle Themen aus den Bereichen Politik, Gesundheit, Medien und Kultur auf und berichten über soziale Missstände. Darüber hinaus geben sie wertvolle Tipps und Links zu Büchern, Hotels, Online-Shops (auch zu Nostalgie im Kinderzimmer) und Trends. Zu den Blog-Einträgen können alle Rabenmütter fragen oder antworten, trösten oder sich trösten lassen oder einfach nur ihre Meinung abgeben. Bei der Gelegenheit schauten wir auch nach einer vergleichbaren Seite für Väter und fanden nichts. Wahrscheinlich gibt es noch eher eine Seite über Rabenomas. Den Rabenmüttern aus der Schweiz wünschen wir in jedem Fall weiterhin viel Erfolg.

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