Wer dieser Tage ein Geschäft betritt, wundert sich „Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?“. Die Stadt und die Läden sind voll, Konsum schläft nicht. Aber warum ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Menschen in Westeuropa satt und zufrieden vom Weihnachtsrausch, weit abseits der Einkaufsmeilen vergnügen könnten. Sie sind nicht zufrieden, denn viele Weihnachtsgeschenke sind falsch, gefallen oder passen nicht und das in einer Zeit, in der Perfektion zählt und man durch gesättigte materielle Bedürfnisse erst recht auf die Feinheiten achtet. Also ziehen die „Unglücklichen“ los, ihr Geschenk unter dem Arm, in der Hoffnung, es schnell wieder loszuwerden oder umtauschen zu können. Natürlich diskret, still und heimlich, ohne den Schenker zu verletzen, denn unterm Weihnachtsbaum wurde die Freude vollendet vorgetäuscht. Richtet man die Gewissensfrage, was man mit den unbeliebten Geschenken machen soll oder ob man seine Enttäuschung über ein Geschenk ausdrücken darf, an einen philosophisch Gelehrten, beispielsweise beim SZ Magazin, erhält man zur Antwort, dass es eigentlich richtig und gut wäre, die Wahrheit zu sagen, somit Familie und Freunde in die Lage versetzt würden, eines Tages doch noch das Richtige zu schenken. Laut einer Studie schafft es nur knapp jeder Fünfte, aufrichtig zu sein. Die Hälfte aller ungünstig Beschenkten versucht, die Gaben möglichst schnell umzutauschen. Vier von Zehn verschenken sie einfach weiter, andere versuchen, sie auf dem Flohmarkt oder im Internet zu verkaufen.
Wie sie sehen, sie können sich nicht sicher sein, was mit Ihren Geschenken passiert und ob sie nicht vielleicht schon längst bei ebay eingestellt sind. Mit unseren Geschenken steigt die Wahrscheinlichkeit, ein Glücksfall zu sein, rapide.  

cos