Ein Weihnachtsbaum ist ja schön und gut, doch woher stammen eigentlich unsere Christbäume?
In Deutschland gibt es zwei große Anbaugebiete, eines in Norddeutschland und das andere im Sauerland. Vor circa einem Jahr zerstörte ein Sturm einen großen Teil des Bestandes im Sauerland, so dass der gewachsene Bedarf an Weihnachtsbäumen mit den einheimischen Hölzern allein nicht mehr gedeckt werden kann. Hilfe kommt aus Dänemark. Von den reichen Wäldern im hohen Norden kommen in diesem Jahr 5 Millionen Bäume zu uns und schmücken unser Fest. Viele Familien stellen mittlerweile zwei Bäume auf, einen in der guten Stube und einen auf dem Balkon – diesen wohl eher, um die Nachbarschaft zu erfreuen. Außerdem stieg die Nachfrage durch den großen Anteil an Eine-Person-Haushalten. Und damit nicht genug, einer nicht unerheblichen Anzahl Weihnachtsbäumen wird gar in China oder den Vereinigten Arabischen Emiraten das Kleid geschmückt, nachdem sie per Flugzeug dorthin verfrachtet worden sind.
In diesem Jahr kosten die Weihnachtsbäume so viel wie noch nie. Der Preis für einen Zwei-Meter-Baum liegt bei 40 Euro und wenn man dann noch die Kosten für einen Transport nach Fernost dazurechnet, unterstellt man, dass die Bäume dort – wie bei uns vor 300 Jahren, fast ausschließlich die Häuser der gehobenen Schicht erleuchten.
Apropos gehoben: Wußten Sie, dass ein 2-Meterbaum 10 Jahre alt ist? Eigentlich eine Sünde, ihn nach dem Fest wegzuwerfen. Oh, Tannenbaum!
cos