Bei Nostalgie im Kinderzimmer heißt es „Schöne Dinge für Groß und Klein“. Wer uns kennt, der weiß, dass wir auf das „Schön“ besonderen Wert legen. Hinter dem „Schön“ steht allerdings ein Gedanke, der sich nicht allein mit äußerlicher Attraktivität zufrieden gibt. Wirklich schöne Dinge, werden an schönen Orten unter guten Bedingungen gefertigt. Sie haben zumeist einen Bezug zu dem der sie macht oder erfunden hat und sie sind nicht einzig Ergebnis eines automatisierten Fertigungsprozesses Made in  Asien oder Osteuropa, an dessen Ende ein langer Transport und dann, kurze Zeit später wahrscheinlich die Mülltonne steht.
Ein Klassiker unter den schönen Dingen, dem ein solcher Lebenszyklus erspart bleibt, ist unser Odenwälder Gäulchen. Nicht nur, weil mit großer Wahrscheinlichkeit, Schaukelpferde auf so einige Wunschzettel gemalt werden und man sie zufällig bei uns kaufen kann,  möchten wir vom Odenwälder Gäulchen erzählen.
Wir möchten davon berichten, weil wir gut finden, wie und wo es entsteht. Das Gäulchen entspringt einem kleinen Traditionsbetrieb im Odenwald. Hier lag einst das Zentrum der Holzpferdeproduktion. Um 1900 gab es ca. 23 Gäulchenhersteller und nur ein einziger ist übrig geblieben. Und dieser machte einem alten Handwerk alle Ehre.
Die in dem Familienunternehmen verwendeten Hölzer (Pappel, Kiefer oder Buche) stammen alle aus dem Naturpark Bergstrasse im Odenwald. Kopf, Rumpf und Beine werden von Hand gedrechselt, die Holzkufen über Dampf gebogen, anschließend werden die Einzelteile mit schadstofffreiem Leim zusammengeklebt. Zum Schluss werden die Gäule mit speichelfester Farbe kunstvoll bemalt. Fertig ist das Schaukeltier. Sammlerstück und Spielzeug, ein schönes Geschenk für Groß und Klein. 
Das Beste am Ende und hier dürfen wir den „Gäulschesmacher“ selbst zitieren: „Ich will die Sache exklusiv halten, wir wollen gar nicht wachsen…Wir arbeiten um zu leben und das reicht aus.“ Wie wäre die Welt, wenn alle so denken würden?
cos