Eine Zehnjährige hat Liebeskummer, für sie bricht eine Welt zusammen. Ein 13-Jähriger macht erste Erfahrungen mit Drogen, möchte darüber sprechen, aber nicht mit den Eltern. Ein anderes Mädchen wird zu Hause geschlagen und misshandelt. Kinder sind gegenüber ihrer Familie loyal – wie schwer sie auch an einem Erlebnis tragen. Für viele Kinder wäre ein vertrauliches Gespräch, jemand der ihnen zuhört, ohne Vorwürfe zu machen, jemand, der weder sie noch die Eltern kennt, eine große Hilfe, für manche sogar die Rettung.
Das Sorgentelefon für Kinder und Eltern, die „Nummer gegen Kummer“ bietet erste Hilfe an. Unter 0800 - 111 0 333 gehen geschulte Beraterinnen auf jeden Anruf ein - hören zu oder geben Rat, wenn sie darum gebeten werden. Alle Anrufe sind kostenlos, egal ob sie vom Festnetz oder vom Mobiltelefon aus geführt werden und egal, wie lange sie dauern. Die Gespräche sind anonym, nicht einmal auf der Telefonrechnung tauchen sie auf – niemand kann diese Anrufe zurückverfolgen. Für besorgte Eltern oder Eltern, die über ihr eigenes, grobes Verhalten gegenüber ihren Kindern bestürzt sind, gibt es eine extra Nummer: 0800 - 111 0 550 – auch E-Mails werden beantwortet.
Die rund 2900 Beraterinnen arbeiten ehrenamtlich, sie sind speziell ausgebildet und erhalten regelmäßig Supervisionen. Allein im Jahr 2007 nahmen sie über 820.000 Telefonate entgegen – Tendenz steigend.
Da viele Anrufer schon heute nicht mehr durchkommen, es also dringend Bedarf für Erweiterungen gibt, und damit auch die Kosten für Miete, Verwaltung und Supervisionen steigen, ist der Verein auf Spenden angewiesen. Informationen dazu finden Sie auf der Website unter www.nummergegenkummer.de.
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