Schulische Erfolge oder Misserfolge beeinflussen die Selbstwahrnehmung. Zu diesem Ergebnis gelangten Wissenschaftler der Universität Missouri in einer Studie unter 474 Schülern. Sie beobachteten Jungen und Mädchen zunächst in der ersten und dann wieder in der siebten Klasse. Die Expertise zeigt, dass Schüler, die in der ersten Klasse Schwierigkeiten beim Lernen hatten, bereits in der siebten Klasse zu Depressionen und negativer Selbsteinschätzung neigen – Mädchen deutlich stärker als Jungen.
Demnach hängen sowohl das Ansehen bei anderen Schülern, als auch ein positives Selbstwertgefühl, extrem von den schulischen Leistungen ab. Schnell erhalten Kinder mit schlechten Noten das diffuse Gefühl, die Geschicke des Lebens nicht genügend lenken zu können und das wiederum erhöht die Bereitschaft zur Resignation und senkt die Selbstachtung. Nachdem es immer Unterschiede im Können von Menschen geben wird, ist es von immenser Bedeutung für eine gesunde psychische Entwicklung von Kindern und damit Auftrag an die Pädagogen, auch andere Talente von Schülern anzuerkennen – beispielsweise sportliche oder musikalische Begabungen.
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(Quelle: Kind und Gesundheit)