Nach Amoklauf in Winnenden ist das Thema „Computerspiele“ wieder einmal  Diskussionsmittelpunkt in den Medien. Verschiedene Zahlen und Fakten kommen auf den Tisch, aus denen man zumindest Zahlen ablesen kann – nicht jedoch die gesellschaftlichen Ursachen.
Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens (KFN) sind drei Prozent der Jungen und 0,3 Prozent der Mädchen im Alter von 16 Jahren computerspielabhängig. Weitere 4,7 Prozent der Jungen und 0,5 Prozent der Mädchen werden als gefährdet eingestuft. An der Studie nahmen 44.610 Schülerinnen und Schüler neunter Klassen bundesweit teil. Jeder dritte Teilnehmer erhielt einen Fragenkatalog zum Internet und zu Computerspielen. Nach der Studie sind 44 Prozent der Mädchen Nicht- oder Gelegenheitsspieler. Weitere 25 Prozent spielen weniger als 60 Minuten am Tag und 12,6 Prozent der Mädchen sind Viel- oder Exzessivspielerinnen - im Vergleich dazu sind es bei den Jungen 39 Prozent. Jungen spielen durchschnittlich mehr als 2 Stunden täglich Computerspiele – 60 Prozent davon Online-Spiele. Jeder sechste Junge spielt täglich sogar mehr als 4 Stunden.
Ausuferndes Spielen von Rollenspielen im Internet allein führt nicht automatisch zu einer Abhängigkeit, es verstärkt jedoch das Risiko, abhängig zu werden. Das gilt vor allem für das Spiel „World of Warcraft“.  
cos

(Quelle: FAMILIE.DE, Foto: Pixelio)