Vor 60 Jahren, am 10. Dezember 1948 einigten sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Die Menschenrechtserklärung besteht aus 30 Artikeln über die grundlegenden Rechte die jedem Menschen zustehen, unabhängig von seiner Herkunft, seiner Hautfarbe, Sprache, Religion, politischen Überzeugung und seines Geschlechts. Mit Übersetzungen in mehr als 30 Sprachen ist die Erklärung der Menschenrechte einer der am meisten übersetzten Texte weltweit.
Heute, 60 Jahre nach der Erklärung, beziehen sich die meisten Länder mit demokratischer Verfassung auf die allgemeinen Menschenrechte. Doch in vielen Teilen der Welt müssen Menschen um die Verwirklichung ihrer grundlegenden Rechte noch kämpfen - oder wissen nicht einmal, dass sie diese haben. Zudem sind die allgemeinen Menschenrechte keinesfalls unumstritten. Nicht wenige Staaten sehen in ihnen ein Produkt der "westlichen Ordnung", der sie sich nicht unterordnen wollen. Insbesondere autokratisch regierte Länder wenden sich gegen eine Einschränkung der Souveränität des Staates durch unveräußerliche Rechte des Einzelnen. Es ist unklar, ob sich die Staaten der Welt auch heute noch auf ein solches Dokument einigen könnten.
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