Mathematik ist ein bisschen Männersache – so lautet ein weit verbreitetes Vorurteil. Männer sind logischer, direkter, eindeutiger - diese und andere Charakterisierungen des männlichen Geschlechts unterstützen diese These theoretisch. Amerikanische Wissenschaftler der Universität Wisconsin rechnen nun ab mit dieser Voreingenommenheit.
Sie werteten die Ergebnisse mathematischer Tests von 7 Millionen Jungen und Mädchen aus. Um auszuschließen, dass sich geschlechterspezifische Unterschiede erst in höherer Mathematik nachweisen ließen, überprüften sie außerdem diesen Bereich. Herauskam, dass Mädchen ebenso gut rechnen können wie Jungen, egal ob das Einmaleins oder die Kurvendiskussion. Leicht gesagt, denn die Wissenschaftler sind der Überzeugung, dass kulturelle Überzeugungen, also auch die, dass Männer besser rechnen können, tief verwurzelt und daher schwer aus dem Weg zu schaffen sind.
Das wiederum könnte die Rechenleistung maßgeblich beeinflussen: Denn wenn andere denken, dass man nicht rechnen kann, hat das bedeutenden Einfluss auf die Selbsteinschätzung. Das belegen Studien skandinavischer Forscher. In ihren Untersuchungen fielen mathematische Tests dann schlechter aus, wenn die Probanten zuvor ein Essay darüber lasen, dass Frauen aufgrund genetischer Voraussetzungen in Mathematik weniger leisten könnten…so ein Blödsinn, oder?
(Quelle: SZ)
cos