War ja klar, dass es den Frauen in Skandinavien gut geht. Wir sehen es regelmäßig. Schließlich kommen viele schöne Dinge unserer Kollektionen von Möbeln bis Textilien aus dem Norden. Dort wo es den Menschen gut geht, entstehen eben besonders feine Dinge, nicht nur praktische, aus der Not geborene. Nach neuesten Erkenntnissen müssen wir uns um die Qualität des nordischen Designs auch weiterhin keine Sorgen machen. Denn laut Bericht zur Lage der Mütter der Welt 2010 geht es norwegischen Müttern am besten. Dabei wurden die Lebensumstände von Müttern in 160 Ländern untersucht. Ein bedeutender Indikator für die Ergebnisse war die medizinische Betreuung bei der Geburt und während der Schwangerschaft. In Deutschland sinkt zwar die Zahl der Hebammen, dennoch wird jede Geburt medizinisch betreut. Das ist ein wichtiger Grund, warum es Müttern gut geht. An letzter Stelle liegt Afghanistan. Hier haben es Frauen unter der Geburt und während der Schwangerschaft besonders schwer – viele von ihnen schaffen es nicht, ein Kind zur Welt zu bringen. Nur 14 Prozent aller Geburten werden von Hebammen oder Ärzten betreut. Zusätzlich ist die Behandlung für die meisten zu teuer. Die Studie kam auch zu dem Resultat, dass es von immenser Bedeutung ist - egal, wie arm oder reich ein Land ist - ob eine Frau während der Geburt medizinisch begleitet wird oder nicht. In Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, ging die Säuglingssterblichkeit um 64 Prozent zurück, nachdem verstärkt Geburtshelferinnen eingesetzt wurden. Bleibt zu hoffen, dass Mütter in allen Ländern der Welt die Unterstützung erhalten, die nötig ist, um gut und gesund zu leben. Und wenn dann auch noch gute Designideen geboren werden, umso besser.
cos