Lloyd Loom – diesen Namen tragen unsere neuen Sitzmöbel. Und die haben es in sich, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind nicht wie viele Möbel aus Holz und auch nicht aus Schilf oder Ratan, was man beim ersten Hinsehen vermuten könnte. In ihnen steckt Papier. Sie haben richtig gelesen: Papier! Ein dünner Metalldraht wird von starkem Papier ummantelt. Mittels eines patentierten Verfahrens wird dieser Papierstrang zu einem Geflecht, aus dem wiederum Tische, Stühle oder Truhen entstehen. Im Jahre 1917 entwickelte der Amerikaner Marshall Burns Lloyd diese Methode zur Herstellung des Papier-Metalldraht-Geflechts. Das tat er, weil er nicht genügend Ratan und Schilf aus Indien importieren konnte. Die englische Firma Lusty & Sons erwarb das Patent. Ohne die damals gültigen Trends zu beachten, produzierten Lusty & Sons mutig die ersten Papiermöbel und brachten sie 1922 auf den Markt. Die Idee überzeugte schnell. Schon bald waren die Möbel bekannt und beliebt. Heute sind sie weltberühmt. Sie stehen für Stabilität, Robustheit und schlichtes Design. Das Geflecht knarrt nicht, es verzieht sich nicht und ist resistent gegen die Abnutzung durch Sonne und Regen.
Lloyd Loom Möbel gelten als Klassiker des 20. Jahrhunderts und ergänzen mittlerweile zahlreiche Sammlungen internationaler Designmuseen. Alte Stücke werden von Antiquaren heutzutage für viel Geld gehandelt…
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