„Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal fortbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.“, so beginnt die unheilvolle Geschichte vom Zauberlehrling, der keine Lust hatte, bis zum Ende der Ausbildung zu warten, um endlich zu zeigen, was er drauf hat. In den vergangenen Jahren begab sich die ebenso unheilvolle Geschichte, dass viele Schulabgänger nicht einmal in die glückliche Lage kamen, eine Ausbildung überhaupt erst zu beginnen, geschweige denn den Ausbildungsbetrieb mal ordentlich unter Wasser zu setzen. Das ist nun anders. Zum ersten Mal seit Jahren gibt es so viele offene Lehrstellen, dass alle Schulabgänger sehr gute Chancen haben, einen Ausbildungsplatz zu finden – vor allem in der Gastronomie, dem Einzelhandel, der Metallindustrie und der Computerbranche. In der Vergangenheit überstieg die Zahl der Suchenden stets die Zahl der freien Stellen. Somit hatten häufig nur Schüler mit sehr guten Abschlussnoten Chancen auf einen Ausbildungsplatz. Da die wirtschaftliche Situation in Deutschland mittlerweile relativ stabil ist, bieten Unternehmen auch wieder mehr Lehrstellen. Sollte sich der positive ökonomische Trend fortsetzen, dürften in Zukunft weitere Lehrstellen hinzukommen.
Ist man erstmal drin, hat man widerum gute Voraussetzungen, übernommen zu werden: „In die Ecke, Besen! Besen!“ ist ein Aufschrei, den man am besten nur dann zu hören bekommen sollte, wenn man seine demütige Bereitschaft, von Zeit zu Zeit gescheit durchzufegen, zur vollsten Zufriedenheit des Vorgesetzten bekundet hat, und man ungeduldig zur Auswechslung des Toners zitiert wird - weil der Lehrmeister das nicht selber kann.
(Quelle: sowieso)
cos

(Foto: Pixelio)