Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie hören einen Satz, der etwas unverschämt um die Ecke kommt und Sie denken sich: „Seltsam dieser Satz! Was stört mich nur daran?“ Nach spontanem Überlegen ohne Einsicht, machen Sie weiter mit dem, was Sie gerade unterbrochen hatten. Etwas später, da war er wieder, der gleiche Satz. Plötzlich blättert es Ihnen wie Schuppen von den Augen. Es ist ein erwachsener Satz, ein lässiger, unverbindlicher und einen Tick zu rotziger Satz, der aus dem guten alten Englischen kommt, "No idea“ und auf Deutsch „Keine Ahnung“ heißt. Überraschen einen etwa Siebenjährige mit eben dieser knackigen Aussage bzw. Ansage, die genauso gut: „Was geht mich das an? Oder: Nerv nicht! Oder: Such doch selbst und lass mich in Ruhe!“ bedeutet, wird es brenzlig. Auf einmal hört man sich selbst „Keine Ahnung!“ sagen und dann wird wieder einmal klar. Kinder haben einen beneidenswerten Riecher für: 1. Sprachliche Effizienz. 2. Rotzige Sätze, die im Ballkleid antanzen. Und 3. Verbale Coolness, die ein ansonsten feststehendes Machtgefüge leicht aus den Angeln hebt! Also passen Sie auf, was Sie sagen, bevor Sie aufpassen, was die Kinder sagen.
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