„Die gefühlte Temperatur“ ist als Klamaukbegriff nachbarschaftlicher Plauderei populär. Doch was bisher scherzhaft das persönliche Temperaturempfinden herunterspielen sollte, ist auf dem besten Weg, eine ernst zu nehmende Größe im Bereich der Gesundheitserhaltung zu werden. Zwei Biometeorologen aus Deutschland und Griechenland analysierten den Einfluss des Wetters auf die Entstehung von Erkältungen. Unklar war, welche Wetterfaktoren sich wie stark auswirken. Sie fanden heraus, dass die von einem Menschen gefühlte Temperatur einen wesentlich höheren Einfluss auf die Ausbildung eines grippalen Infektes hat, als bisher angenommen. Sinkt die gefühlte Temperatur drastisch um zehn Grad Celsius, steigt die Wahrscheinlichkeit für den Verbrauch von Erkältungspräparaten - ein Indikator für die Erkältungshäufigkeit - um 27 Prozent, so ein Ergebnis der Analyse.
Wer sich also vor Erkältungen schützen möchte, sollte sich nicht einzig am Thermometer orientieren, sondern vielmehr seinem eigenen Temperatur- bzw. Wetteremfinden vertrauen.
(Quelle: KINDER.DE)
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