Laut Gesellschaft für deutsche Sprache waren 2007 die beliebtesten Vornamen für Jungen: Leon, Maximilian und Alexander und für Mädchen: Marie, Sophie und Maria. Man kann darüber streiten, ob ein klassischer Name angenehmer ist als ein ausgefallener und ob es notwendig ist, sich über den Namen seines Kindes von anderen abzusetzen, aber um solch milde Geschmacksvarianten soll es in dieser Nachricht nicht gehen. Eltern eines neuseeländischen Mädchens übertrieben es bei der Namensgebung derart, dass ein Richter einschreiten musste, um sie in die Grenzen des Maßvollen zurückzuweisen. Sie nannten ihr Kind übersetzt „Talula tanzt Hula-Hoop aus Hawaii". Ob sie damit ein besonderes Ziel verfolgten, ist nicht bekannt und spielt auch keine große Rolle. Fakt ist, dass dieser Name zu Spott und abfälligen Beurteilungen führen muss und für einen Menschen unzumutbar ist. Stellen Sie sich doch nur einmal vor, dieses arme Mädchen interessiert sich nicht die Bohne für das Reifen um den Bauch schwingen und wäre viel lieber eine berühmte Herzchirurgin - wer würde sie ernst nehmen?
Auf der anderen Seite leiten sich unsere Namen von den Taten ab, die unsere Vorfahren einst vollbrachten. Und weil sie von Genuss und Spaßgesellschaft noch nichts wussten, hießen sie eben „Müller“, „Schuster“ oder „Baumgartner“. Warum sollten die Menschen also in Zukunft nicht nach Talenten oder modernen Vorlieben benannt werden? Unsere Nachkommen heißen dann vielleicht: „Fräulein Wunder“, „Schnäppchenjäger“ oder „Down Hill Künstler“. Dann stünden auf den Listen mit den beliebtesten Vornamen endlich auch einmal andere Namen, als immer nur: Leon, Marie und Maximilian.
(Quelle: sowieso)
cos