Es ist Montagmorgen. Der Wecker klingelt. Draußen ist es noch dunkel und dieser Herbsttage auch sehr kalt. Das alles macht das frühe Aufstehen nicht gerade angenehm. Ich schlüpfe in eine warme Kuscheljacke und stelle den Wasserkocher an. Schon 7 Uhr. Die folgenden Minuten sind straff durchgetaktet. Kaffee kochen, Frühstück zubereiten, die Kinder wecken, den Kindern sagen, dass sie sich BITTE anziehen sollen, Duschen, Anziehen, rufen, dass die Kinder sich jetzt BITTEEEEE anziehen sollen, Tasche packen, Stylen, schnell frühstücken, lauter Rufen, dass die Kinder, sich BITTEE, BITTEE anziehen sollen, die Zeit durchsagen, ausweichen beim Slalom durch die Wohnung und schließlich verzweifelt brüllen. Dann sind die Kinder im Kindergarten und ich fahre auf den mittleren Ring, direkt in den Stau zur Arbeit. In der Zeit, die ich zum Nachdenken habe fällt mir auf, dass ich heute Abend sicher mehr als dreimal: „Bitte ausziehen!“ sagen werde. Paradox, aber alles ganz normal, oder?