Britische Forscher der Peninsula Medical Shool haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Hang zum Übergewicht bei Müttern und Töchtern sowie Vätern und Söhnen festgestellt. Wenig Bewegung und kalorienreiches Essen sind die eine, ungünstige familiäre Voraussetzungen durch Mutter bzw. Vater offenbar die andere Seite. Das heißt im Klartext: Dicke Väter haben tendenziell auch dicke Söhne und dicke Mütter häufiger dicke Töchter. Die Wissenschaftler untersuchten diese Verbindung in 226 Familien. Dabei kam heraus, dass dickleibige Mütter im Vergleich zu normalgewichtigen zehnmal häufiger auch übergewichtige Töchter haben, dicke Väter hingegen sechsmal häufiger pummelige Söhne. Keine nachweisbare Verbindung gibt es allerdings zwischen dicken Mütter und gutbeleibten Söhnen bzw. Vätern und Töchtern. Das Interessante daran ist, dass die von der Mutter auf die Tochter bzw. dem Vater auf den Sohn übertragene Tendenz zum Übergewicht nicht genetisch verursacht wird, sondern auf so genannte Verhaltenszuneigung zurückzuführen ist: Töchter kopieren die Lebensweise Ihrer Mutter und Söhne die ihres Vaters. Bislang galt die Annahme, dass dicke Kinder später auch zu dicken Erwachsenen würden, dem aber widerspricht die Tatsache, dass 10 Prozent der adipösen Erwachsenen als Kinder schlank waren. Damit richten die Wissenschaftler auch einen Auftrag an die Regierung: die Strategien zur Vermeidung von Übergewicht zu überdenken. Und es ist außerdem doch wahr, dass sich positive Vorbilder auch positiv auswirken und umgekehrt.
cos

(Quelle: ZDF.de)