Manchmal müssen Geschichten traurig beginnen, um ihren Zauber zu entfalten. Oder überschattet sein, von einem einschneidenden Ereignis, das die Hauptfiguren in ein besonderes Licht rückt. So bei den Penderwicks. Vier Schwestern wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die kleinste, Batty, die man niemals ohne Schmetterlingsflügelkostüm antrifft, Jane, die zweitjüngste, die Möchtegernautorin, die zweitälteste, Sky, die mit ihrer ungestümen Art leicht als Junge durchgeht und Rosalind, die älteste und Mütterliche. Die vier Mädchen fahren mit ihrem entrückten Vater in den Sommerurlaub auf ein herrliches Anwesen mit Namen „Arundel“. Dort hagelt es Abenteuer mit Jeffrey dem Nachbarsjungen und seiner giftigen Mutter, Mrs. Tifton. Auf den ersten Seiten wird klar, dass die Mutter der Mädchen gestorben ist. Die Vier tragen ihr Andenken in sich, jede auf ihre Weise, auch während sie im Schlamassel stecken. Das Buch kommt vollständig ohne Schnörkeleien und Überzogenheit aus. In seiner Besonnenheit trifft es den Leser mitten ins Herz, macht ihn zu einem Familienmitglied. Eine Geschichte über Zusammenhalt, Verantwortung und Courage. Der man sich auch als Hörbuch hingeben kann.
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Die Penderwicks, Carlsen Verlag, 288 Seiten, ab 10 Jahren, Euro 14.00