Die Mutter ist Französin, der Vater ist Deutscher. Wir großartig: das Kind wird zweisprachig erzogen und lernt im Handumdrehen und ohne Mühe gleich zwei Sprachen. Das ist der Traum vieler Eltern. Viele ambitionierte Mütter und Väter sprechen aus Ermangelung eines Elternteils mit anderer Muttersprache gern auch englisch, spanisch, französisch mit ihren kleinen Kindern, um ihnen so den Weg für eine spätere Karriere zu ebnen. Denn wer heutzutage nicht mindestens eine Fremdsprache bzw. einen halbjährigen Auslandsaufenthalt in seinen Lebenslauf schreiben kann, der hat schlechte Karten.
Ebenso trüb sind die Aussichten auf einen Job in den oberen Etagen der Weltmetropolen für Dialektsprechende. So könnte man meinen. Ist es aber nicht. Sprachwissenschaftler belegen, wer Dialekt und Hochdeutsch gleichermaßen lernt, wächst quasi zweisprachig auf. Ähnlich wie Kinder, die mit einer Fremdsprache groß werden, müssen auch Dialekt sprechende Kinder dauernd zwischen verschiedenen Sprachebenen hin und her schalten – und das trainiert Kreativität, Auffassungsgabe und abstraktes Denken.
Mit anderen Worten: Wenn Sie schwäbisch, sächsisch oder bayerisch lernen bzw. gelernt haben, werden bzw. sind Sie absolut ein Mensch von Welt.
cos

(Quelle: ELTERN.DE)