Der Thermomix ist so ein Gerät. Ein Küchengerät, das angeblich alles kann: Hacken, Mixen, Rühren, Schneiden, Schroten, Mahlen, Pulverisieren, Kneten. Außerdem: Kochen und Garen. Ein Freund erzählte derart gestenreich und begeistert von diesem Haushaltsgenie, dass ich zwar nicht überlegte, dies Ding anzuschaffen, jedoch interessiert zuhörte. Ein Multifunktionsgerät für die Küche, das klein ist und sogar den klobigen Herd ersetzt, das ist schon was Innovatives. Und selbstverständlich nichts Billiges. Da überlegt man schon dreimal, ob man diese Anschaffung macht. Als mein Freund erzählte, sah ich Gurken, altes Brot,  Fleisch, Eier und Mehl sich sanft zerkleinern oder vermengen. Unter beruhigendem Summen. Es schien schön zu sein das Leben mit einem Thermomix. Meine Gedanken kreisten ruhig im Rhythmus der sich drehenden, hackenden, knetenden und kochenden Maschine. Aber halt: Da war die Frage aller Besorgten, die zwar dankbar sind für jede Hilfe im Haushalt, die jedoch wissen, dass manch Hilfe oder Helfer einen ungleich höheren Putzaufwand bedeutet, da sie kleckern, verkrusten und schwer erreichbare Winkel besitzen, denen auch die kleinsten Finger und Reinigungswerkzeuge nichts anhaben können. Wie kriegt man diesen Küchenalleskönner überhaupt wieder sauber? Mein Technik begeisterter Freund wunderte sich über eine derart unpassende Frage, während er vom technischen Raffinement träumte. Aber er beruhigte mich souverän: Die reinigt sich von selbst.
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