Was sich anhört wie die Bezeichnung dafür, dass sich Sportbegeisterte ihrer Leidenschaft nur vom Sofa aus, vor dem Fernseher hingeben, ist eine Internet-Community, die sich dem Reisen und der Gastfreundschaft verpflichtet hat. Man surft nicht mit der Couch sondern von Couch zu Couch und zwar weltweit. Das im Mai 2003 gegründete Gastfreundschaftsnetzwerk CouchSurfing zählte bereits im März 2009 eine Million Mitglieder in 231 Ländern.
Über die Seite www.couchsurfing.org kann man kostenlose Unterkünfte in nahen und fernen Ländern und neue Freunde finden. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, aber auch Bedingung, um Couchsurfer zu werden. Anbieter ihrer Couch als Schlafplatz für einen Fremden, stellen ein persönliches Profil mit Foto von sich ins Netz. Suchende bzw. Reisebereite erhalten somit genaue Informationen über potentielle Gastgeber und können danach entscheiden, in wessen Obhut sie sich gern begeben möchten. Zudem hat CouchSurfing ein internes Rating und Bewertungssystem - sehr gute Hosts, mit sehr guten Referenzen erscheinen auf der Seite automatisch ganz oben. Von supernobel bis zur Matratze auf dem Fußboden ist alles dabei. Gastgeber bieten meist nicht nur eine Schlafstätte an, sie helfen auch beim Zurechtfinden am neuen Ort, beim Ausarbeiten von Reiseplänen und geben praktische Tipps, die in keinem Reiseführer stehen. Das System basiert auf Vertrauen.
Die Dauer, Art und Bedingungen des Aufenthalts werden dann von Anbieter und Surfer individuell vereinbart. Geld soll dabei möglichst keine Rolle spielen. Weltweite Beziehungen aufzubauen und zu erhalten steht im Focus der Community – das Öffnen des Zuhauses soll zu einer besseren Welt beitragen und die Kulturen miteinander verbinden. CouchSurfing soll nicht nur das Reisen verändern, sondern auch Vorurteile abschaffen, Nähe zu erzeugen und den Horizont erweitern.
cos