Zur Ordnung in unseren Köpfen gehört die Unordnung im Kinderzimmer. Denn wer würde sich nicht wundern, wenn im Kinderzimmer seiner Nachzügler allzeit und immer Ordnung wäre. Doch leider stört diese Unordnung im Kinderzimmer wiederum die Ordnung in unseren Köpfen und so kämpfen alle Eltern dieser Welt Tag für Tag gegen das Chaos im Kinderzimmer. So auch der Bärenvater in dem gleichnamigen Kinderbuch „Chaos im Kinderzimmer“.  Jener Bärenvater stößt neben dem Chaos auf einen besonders gewieften Bärensohn und muss auch noch allerlei schlagende Beweise dafür finden, dass er seinen Sohn bittet, das Chaos zu beseitigen. Denn zu Recht beanstandet der schlaue Bärenjunge, dass der liebe Mond doch auch nicht alle seine Sterne am Himmel aufräumt und dass fein angeordnete Sternenreihen wohl sehr komisch aussehen würden. Der Bärenvater muss zugeben, dass das wirklich zu verrückt aussehen würde. Im Dienste der Ordnung entgegnet er aber, dass es umgekehrt unvorstellbar wäre, wenn im Supermarkt alles wild durcheinander läge. Und so diskutieren die Beiden über eine paar wunderbar illustrierte Buchseiten hinweg, bis sie sich am Ende darauf einigen, das Zimmer gemeinsam in Ordnung zu bringen. Und diese Einigkeit ist eine mindestens ebenso schöne Auswirkung des Chaos, wie die unzähligen, unglaublichen Formen und Farben, die es in der Natur erschafft.  
cos

Chaos im Kinderzimmer, Lappan Verlag, 40 Seiten, farbig illustriert, 12,95 Euro