Dem aktuellen Bericht des Familienministeriums zufolge ist jedes 6. Kind in Deutschland von Armut bedroht – davon knapp 40 Prozent der Kinder Alleinerziehender und 30 Prozent der Kinder in ausländischen Familien.
Auch Jungen und Mädchen in kinderreichen Familien sind stark von Armut betroffen. Mit dem so genannten gestaffelten Kindergeld möchte die Familienministerin die Kinderarmut zukünftig reduzieren. Der Kindergeldbetrag würde dann mit zunehmender Größe der Familie ansteigen. Damit soll verhindert werden, dass Familien durch die Geburt eines weiteren Kindes in die Armut abrutschen.
Durch den Ausbau von Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Ganztageschulen möchte Ursula von der Leyen vor allem auch Alleinerziehende unterstützen – sie könnten so mehr arbeiten und hätten ein gesichertes, höheres Einkommen. Die Familienministerin sprach sich außerdem für Programme aus, die ausländische Familien unterstützen – hier fehle es oft an Bildung und entsprechend schlecht sind die Chancen auf einen gut bezahlten Arbeitsplatz.
Ein konkretes Programm zur Reduzierung der Kinderarmut gibt es noch nicht.
Von Armut bedroht gilt in der EU, wer weniger als 60 Prozent des mittleren allgemeinen Pro-Kopf-Nettoeinkommens zur Verfügung hat.
(Quelle: Bundesministerium für Familie)
cos