So, jetzt ist sie mal wieder vorbei, die gute Zeit. Die Zeit nämlich der regionalen, geschmackvollen und sortenvielfältigen Tomaten. Graue Monate stehen wieder vor uns, lediglich mit Einheitsgewächshaustomaten aus Spanien oder gar Holland notdürftig aufgepeppt. Ein Jammer für unsere Gaumen, die nach diesen letzten Wochen so verwöhnt sind.

Aber eine schöne Seite hat auch dieser herbstwinterfrühjahrliche Notstand: Die Vorfreude auf die nächste Tomatensaison und den glücksversprechenden Vorsatz, im nächsten Jahr endlich mit dem eigenen Anbau zu  beginnen. Denn - so wenig ökonomisch selbst gezogene Früchtchen in Garten oder Balkon sind, so verklärend paradiesisch ist doch die Aussicht, direkt vom Stock zu naschen oder zum Abendbrot „mal schnell noch ein paar Paradeiser ernten“, wie sie auch genannt werden. Wer den Vorsatz in die Tat umsetzen möchte, dem seien hier noch zwei Bücher ans Herz gelegt: „Tomaten – 200 Sortenempfehlungen aus aller Welt“ von Adelheid Coirazza, Formosa-Verlag 2010 (eine detaillierte Beschreibung unterschiedlichster Sorten incl. deren Besonderheiten und Tipps zum Anbau) sowie „Tomaten aus dem Garten – vielseitig, lecker, gesund“ von Eva Schumann, Ulmer-Verlag  (ein praktischer Ratgeber zu Anbau, Rezepten und Einmachtipps). Und für alle echten Ökonomen: Durchhalten, bis sich die Gemüseläden wieder mit den erntefrischen Köstlichkeiten füllen.

MS