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Djou Djou
Montag, 17. März 2008
 
Das persische Kosewort „Djou Djou“ heißt übersetzt kleines Vögelchen. Es drückt Liebe und Hoffnung für ein neues Leben aus. Unter dem Namen „Djou Djou“ und von seiner Bedeutung  inspiriert, kreieren die Hamburger Designerinnen Sandra Trillhaas und Nancy Bockelmann edle Accessoires für Babys, Kinder und Eltern. Den beiden Müttern fehlte in den funktionalen Kinderartikeln, die es überall zu kaufen gibt, vor allem die Schönheit. Also gründeten Sie ihr eigenes kleines Unternehmen. Aus hochwertigen Stoffen, in dezenten und leuchtenden Farben oder aus Wollfilz werden Spieluhren, Krabbeldecken, Kissen, Kulturbeutel, Brotzeittaschen oder die sogenannten Untensilo. Jedes Stück hat ein ganz besonderes Detail – mal ist es der Stoff in Vichy-Karo, dann der aufgedruckte Name, die Einsteckschlaufe für einen Löffel in der Brotzeittasche und oder das schlichte, dennoch durchdachte Design. Die Inhaberinnen der kleinen Manufaktur legen großen Wert darauf, dass alle Artikel in Hamburg gefertigt werden. Sie unterstützen gemeinnützige Projekte – so werden beispielsweise einige Produkt in einer Werkstätte für Behinderte genäht. Außerdem spenden sie einen Teil ihrer Einnahmen für UNICEF. Das alles zusammen ist wunderbar. Einen Teil der Kollektion von Djou Djou gibt es nun auch bei Nostalgie im Kinderzimmer.
cos




Landlust
Freitag, 14. März 2008
 

Im Zeitschriftenregal liegt zwischen der Ausgabe „Homes & Gardens“ und „Schöner Wohnen“ ein bisher unbekanntes Magazin mit dem verführerischen Titel „Landlust“. Nicht umsonst ziehen sich beim Lesen dieser Überschrift bei vielen davor stehenden Interessenten die Nüstern zusammen - augenblicklich befinden sie sich inmitten frischer „Landluft“. Geschickter Spatenstich, den Leser gleich bei der ersten Berührung an einen Ort zu befördern, an dem es intensiv nach heiler Welt duftet – wohlgemerkt der Titel ist „Landlust“, nicht „Landluft“. Mit hoher Authentizität und ansprechender Natürlichkeit zeigt das Magazin die schönsten Seiten des Landlebens. Die Zeitschrift gibt es bereits seit 2005, doch im Zuge von Bio Boom, wachsender Sensibilität für Qualität und Solidität erlebte die Auflage in den letzten Quartalen 2007 einen regelrechten Aufschwung. Seit Monaten ist „Landlust“ der Gewinner unter den Printmedien. Die Redakteure der Zeitschrift wissen, worüber sie schreiben. Die studierten Landwirte und Gartenbauern recherchieren gründlich gute, hochwertige Themen und stellen an ihre Arbeit den gleichen Anspruch – gut und hochwertig.
Das spüren die Leser – erstklassige Fotos, einfühlsame Porträts von Menschen, deren Leben das Land ist, praktische Tipps und die Beschreibung von Naturphänomenen füllen die Seiten des Magazins ohne, dass der Eindruck entsteht, hier wurde auf unfruchtbarem Acker eine Nutzkultur angelegt. Natur steigt auf aus der Öko-Schmuddelnische und verwandelt sich in bodenständige Idylle. „Landlust“ geht mit den Jahreszeiten, beobachtet im Frühjahr Kröten, patiniert im Sommer Küchenmöbel, preist im Herbst Nussrezepte und stellt im Winter ausgefallene Bastelideen vor, z.B. das Nähen von Stofftieren aus Omas Handtüchern.
Trotz Erfolg und sich ausdehnendem Leserkreis erscheint „Landlust“ nur alle zwei Monate. Die Redakteure wollen der Zeit ihr Tempo nehmen und den Lesern Zeit geben für die Lektüre und die Umsetzung der vielen Anregungen.
„Wenn Sonnenstrahlen neues Leben wecken und die Welt sich füllt mit Farben und Düften – wer bleibt davon unberührt“, heißt es für die nächste Ausgabe. Wir freuen uns darauf.

cos





Wir lieben Oldies
Mittwoch, 12. März 2008
 

Mit diesem Slogan sortiert der Radiosender Bayern 1 seine Zuhörer beinahe in den Ruhestand.  Normalerweise frühstücke ich auf dem Weg zur Arbeit immer die Nachrichten auf Bayern 5, doch an diesem Tag war der Sender verstellt. Ich fuhr und hörte die Lieder und hörte und sang auf einmal mit. Ich freute mich über das Lied, das ich mitsang – es war ein vertrauter Song aus den 80ern. Sekunden später begriff ich, was ich da tat und mir wurde klar, dass ich ein Oldie war. Ich war nicht mehr jung, cool, endgeil, abgefahren oder krass. Ich war ein Oldie, mit einem Bein stand ich schon im Altersheim. Aber ehrlich gesagt – das war toll. Ich dachte, ein Glück ist sie vorbei, die Zeit der ahnungslosen Statements, der Leiden des Jungen Werther, der Irrungen und Wirrungen, der unerfreulichen Haltung gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Ich empfand Glück und Dankbarkeit über mein Leben, meine Familie und all die Menschen, die mich schon begleiteten, als ich noch kein Oldie war. Entspannt stellte ich fest, dass ich so weit gekommen war und sang weiter.

cos





Die Kinderküche
Montag, 10. März 2008
 
Dreht sich Ihnen beim Anblick der Küche mal wieder der Magen um, waren sicher nicht Kerners saubere Fernsehköche am Werk, sondern viele kleine Kleckerfinger. Kinder schnippeln, rühren, kneten einfach hingegeben, helfen vor allem gern und schmuddeln dabei großzügig und sorglos alles voll. Deshalb überlegt man meist gut, ob man sie am Kochen beteiligt oder lieber schnell und ungesehen eine Mahlzeit auf den Tisch zaubert. Lust mitzumachen haben sie jedenfalls immer und man sollte sie ihnen lassen. Denn die speziellen Handgriffe bei der Küchenarbeit beflügeln nicht nur die Fantasie und geben den Kindern zudem das große Gefühl, ein bedeutender Teil der Familie zu sein, sie fördern außerdem die Ausbildung der Feinmotorik. Sitzt man dann gemeinsam vor einem Topf, aus dem es heiß dampft und die Kinder rutschen vor Zufriedenheit und Selbstbewusstsein zum Rhythmus einer inneren Lobeshymne auf ihren Stühlen hin und her, wird das gemeinsame Essen zum Fest. An dieser Stelle dürfen Sie raten was in dem Topf ist – richtig: Nudeln! Es ist häufig vergebliche Müh komplizierte Rezepte für die lieben Kleinen auszuprobieren und man erspart sich lange Gesichter und offene Münder aus denen es „IIIE!“ und „ÄÄÄH!“ lautet, so vollendet, wie nie bei einem Arztbesuch. Am Besten, sie kochen Nudeln mit Soße, Nudeln ohne Soße oder noch besser: Nudeln mit Nudelsoße. All die guten und einfachen Rezepte, die ganz nach dem Geschmack von Kindern sind, stehen gesammelt in dem Kochbuch „Die Kinderküche“. Die Autorin und Diplom Ökotrophologin Susanne Klug stellt darin ausschließlich Gerichte vor, die sie gemeinsam mit Kindern entwickelt und ausprobiert hat und die die Kinder vom ersten bis zum letzten Gang ganz allein kochen können. Die poppigen, fröhlichen Fotografien erinnern an eine Bullerbü-Küchen-Idylle und machen große Lust auf Küchenchaos. Die Kinderküche möchte den Kindern Spaß am Kochen und an einer gesunden Ernährung vermitteln. In einfacher Sprache, übersichtlich, Schritt für Schritt werden die jungen Wilden von morgen angeleitet. Das Rezeptregister beginnt bei A wie Apple Crumble und endet bei W wie Wiener Schnitzel. Die Rubriken sind unterteilt in Eier, Salat, Suppen, Kartoffeln, Gemüse, Nudeln, Fleisch und Süßes. Ein zauberhaftes Kochbuch, das nicht mehr sein möchte, als es ist - gänzlich ohne Geschmacksverstärker und mit sehr viel Liebe gemacht.  
Die Kinderküche gibt es übrigens nicht nur als Buch. Kinder aus Hamburg, München und demnächst auch aus Nürnberg können die „echte“ Kinderküche besuchen. Hier sind auch die Rezepte für das Buch entstanden. In verschiedenen Koch- und Backkursen kann in gemütlichem Ambiente nach Gusto und mit Schmackes gebrutzelt, gebacken und gekleckert werden.
cos




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